Ein feuerwehrmann geniesst hohes ansehen

Ein Kindertraum – Der Feuerwehrmann
Fragt man kleine Kinder was sie einmal werden möchten, hören wir oft “Feuerwehrmann” oder auch „ich will mit den großen, roten Autos fahren“. Der Feuerwehrmann ist einer der Berufsgruppen, zu denen die Bevölkerung am meisten Vertrauen hat und die das höchste Ansehen genießen.

Wo kann man überall Feuerwehrmann werden?
In Deutschland gibt es in allen Städten und Gemeinden eine Feuerwehr. Je nach Einwohnerzahl, Gefährdungspotential und Einsatzzahlen gibt es Gemeinden mit reinen Freiwilligen Feuerwehren und Städten mit hauptberuflichen Feuerwehrleuten und Freiwilligen Feuerwehren. Obwohl sich die Tätigkeiten im Einsatz kaum unterscheiden, sind die Voraussetzungen um Feuerwehrmann zu werden, die Ausbildung und auch der Feuerwehralltag sehr unterschiedlich.

Feuerwehrmann in einer Freiwilligen Feuerwehr Bonn
Ob kleines Dorf oder Großstadt, überall in Deutschland gibt es Freiwillige Feuerwehren, die einen Großteil der deutschen Feuerwehr ausmachen. Der Unterschied zu den hauptamtlichen Feuerwehrmännern ist vor allem der, dass man als ehrenamtlicher Feuerwehrmann keine Bezahlung für seine Feuerwehrtätigkeit bekommt. Somit haben freiwillige Feuerwehrleute immer einen Hauptberuf und machen die Feuerwehrtätigkeit nebenbei. Dabei haben die Mehrzahl der Gemeinden und Städte eine reine Freiwillige Feuerwehr ohne hauptamtliche Kräfte. In der Stadt Bonn gibt es neben der Berufsfeuerwehr 19 Freiwillige Feuerwehren.

Die Ausbildung in der Freiwilligen Feuerwehr
Viele Feuerwehrleute beginnen Ihren Dienst schon in der Jugendfeuerwehr. Als volljähriger Feuerwehrwehrmann muss man für die Teilnahme an Einsätzen einen Grundlehrgang (Bezeichnung: Truppmann 1) absolvieren. Dieser besteht aus 7 Modulen, die zeitlich auf einander abgestimmt sind. Der Lehrgang vermittelt die grundsätzlichen, feuerwehrtechnischen Kenntnisse in der Brandbekämpfung, Technischen Hilfeleistung, Geräte und Fahrzeuge sowie der Ersten Hilfe.

Anschließend kann eine weitere Ausbildung absolviert werden, die die zuvor genannten Themengebiete vertieft (Bezeichnung: Truppmann 2). Möchte man verschiedene Spezialaufgaben übernehmen wie Atemschutzeinsätze, Maschinist (Fahrer von Feuerwehrfahrzeugen und Bediener von Geräten) oder auch Unterstützung der Einsatzleitung, sind weitere Fortbildungsveranstaltungen notwendig. Diese weitergehenden Lehrgänge finden z. T. am Institut der Feuerwehr (IdF) in Münster statt.

Alle Führungslehrgänge (z. B. Gruppen-, Zug- oder Verbandsführer) werden ausschließlich am IdF durchgeführt. Diese Lehrgänge dauern meist mehrere Wochen und werden mit einer theoretischen und praktischen Prüfung abgeschlossen. Für die Dauer der Fortbildung ist eine Freistellung vom Arbeitgeber erforderlich.

Neben den o. g. umfangreichen Aus- und Fortbildungen findet auch eine regelmäßige Ausbildung in der Löscheinheit statt. In der Regel werden die Übungsabende alle zwei Wochen durchgeführt. Die Übungen werden von ausgebildeten und erfahrenen Kameraden durchgeführt und geleitet.

Was kann ich bei der Feuerwehr machen?
Die Arbeit bei der Feuerwehr ist vielseitig und hängt davon ab auf welcher Ebene bzw. Funktion man tätig ist. In der Freiwilligen Feuerwehr muss man wie bei der Berufsfeuerwehr, das breite Spektrum an Brandbekämpfung, Technischer Hilfe und Gefahrgut abdecken. Daneben gibt es in der Freiwilligen Feuerwehr ein weites Betätigungsfeld. So kann man sich als Führungskraft im Einsatzdienst engagieren und als Einsatzleiter tätig sein. Aber auch Aufgaben wie Ausbilder, Jugendbetreuer oder Verantwortlicher für Öffentlichkeitsarbeit sind Bereiche für die man sich engagieren kann.

Gott zur Ehr, dem nächsten zur Wehr!
Für die Ausübung dieses Ehrenamtes bekommen freiwillige Feuerwehrmänner in der Regel kein Geld. Lediglich für Einsatzdienste und Brandsicherheitswachen bei Veranstaltungen (Theater, Konzerte, etc.) wird eine Aufwandsentschädigung gezahlt. Höhe richtet sich nach der aktuellen Gebührenverordnung.

Wie ist die Arbeitszeit als Feuerwehrmann?
Als freiwilliger Feuerwehrmann hat man regelmäßige Übungsabende. Darüber hinaus ist die Teilnahme an Aus- und Fortbildungsbildungsveranstaltungen Pflicht. Wer nach G26.3 atemschutztauglich ist kann auch an Einsätzen teilnehmen. Alarmiert wird über einen Funkmeldeempfänger. Im Einsatzfall sollte er sich schnellstmöglich zum Feuerwehrhaus begeben.

Außerhalb dieser Dienste kann der Feuerwehrmann ganz normal seinem Beruf nachgehen oder  seinen Freizeitaktivitäten nachkommen.

Welche negativen Aspekte bringt die Feuerwehr mit sich?
Wird man Mitglied bei der freiwilligen Feuerwehr, darf man aber auch nicht ein paar negative Punkte außer Acht lassen. Engagiert man sich bei der Feuerwehr ehrenamtlich so ist die Ausbildungs- und Übungszeit teilweise recht aufwändig. Daneben gibt es zahlreiche Veranstaltung im Ort selbst (Maibaum, Karnevals- und Martinszüge‚ Dorf- und Kirchenfeste etc). Und letztendlich nicht zu vergessen auch zahlreiche Einsätze, die im Jahresverlauf gefahren werden.


Headbild: Christoph Ehleben / pixelio.de